Wochenendhaus am See
Ein Ort, an dem das Wasser den Rhythmus vorgibt, die Berge den Horizont zeichnen und Architektur ganz selbstverständlich Teil der Landschaft wird: Dieses neugebaute Wochenendhaus direkt am See von Architekt Stefan Schramm entsteht auf einem außergewöhnlichen Seegrundstück mit eigenem Bootssteg und Bootshaus.
- Bauzeit in Monaten:
- 19 Monate
- Schlafzimmer:
- 4
- Bäder:
- 4
- WC:
- 1
- Wohnfläche in qm:
- 210 qm
ARCHITEKTUR ZWISCHEN DORF UND SEE
Der frühere Bestandsbau aus den 1960er-Jahren war nicht erhaltenswert. Nach einem intensiven, konstruktiven Austausch mit den Genehmigungsbehörden konnte an seiner Stelle ein Neubau entwickelt werden, der die Besonderheiten des Ortes respektiert und zugleich neu interpretiert. Ein Haus, das sich zur Straße hin behutsam in das gewachsene Dorfbild einfügt - und sich zum See hin großzügig, hell und offen entfaltet. Die anspruchsvolle Topographie des Hanggrundstücks prägt ebenfalls den Entwurf. Straßenseitig zeigt sich das Gebäude zurückhaltend und fein gegliedert, seine Fassadenentwicklung nimmt Maßstab, Materialität und Atmosphäre der Umgebung und der Region auf. Zum See dagegen öffnet sich die Architektur weit.
Großformatige Glasflächen holen Wasser, Licht und die Bergkulisse unmittelbar in die Räume. Die Grenzen zwischen Innen und Außen verschwimmen. Morgens genießen die Bauherren den Blick über den stillen See zu den Bergen hin, tagsüber das wechselnde Licht auf dem Wasser, abends einen idyllischen Sonnenuntergang gespiegelt auf der Wasseroberfläche.
Eine eingerückte Loggia schafft einen geschützten Freisitz - ein Rückzugsort bei Wind, Regen oder starker Mittagssonne. Ergänzt wird sie durch eine großzügige Sonnenterrasse mit großer Markise: ein natürlicher Mittelpunkt für lange Frühstücke, gemeinsame Essen und Sommerabende am Wasser.
Das Untergeschoss erhält eine Außenfassade aus ortstypischem Kalkstein und verankert das Haus sichtbar im Gelände.
RAUM FÜR FAMILIE UND BEGEGNUNG
Im lichtdurchfluteten Erdgeschoss verbindet ein offener Koch-, Ess- und Wohnbereich sowie eine offene Bibliothek die unterschiedlichen Momente des gemeinsamen Wochenendes. Im Zentrum steht eine offene Feuerinsel - ein warmer, lebendiger Treffpunkt zwischen Kochen, Lesen, Gesprächen und Entspannung. Die offene Feuerstelle wurde von dem Kaminbauern Maximilian Zeitler gefertigt und gibt dem großzügigen Raum eine besondere Atmosphäre.
RÜCKZUGSORTE
Das Obergeschoss ist ganz den Eltern vorbehalten - als ruhiger, persönlicher Rückzugsbereich über dem gemeinschaftlichen Leben des Hauses. Schlafraum, Ankleide und Natursteinbad fügen sich zu einer privaten Suite zusammen, die Geborgenheit und Großzügigkeit verbindet.
Auch hier prägt die natürliche Materialität den Raum: Naturstein im Bad, warme Oberflächen und sorgfältig gesetzte Ausblicke schaffen eine zurückhaltende, zeitlose Atmosphäre. Über die Galeriebrüstung bleibt der Bereich zugleich mit dem Haus verbunden. Der freie Blick hinunter in den offenen Wohnraum macht die räumliche Großzügigkeit des Entwurfs spürbar und lässt Licht, Leben und Gespräche bis in das Obergeschoss wirken.
Das Untergeschoss gehört den drei Kindern der Familie. Jedes Zimmer erhält ein eigenes Duschbad mit Naturstein, direkten Seeblick und einen unmittelbaren Zugang nach draußen über großzügige Glasschiebetüren. So wird der Weg zum Wasser Teil des Alltags: barfuß über die Terrasse, mit dem Handtuch unter dem Arm zum See, zurück in den eigenen Rückzugsraum.
NATÜRLICHE MATERIALIEN, REGIONALE HANDSCHRIFT
Die Innenräume leben von einer ruhigen, ehrlichen Materialität. Breite massive Eichenholzdielen schaffen Wärme und Beständigkeit. In den Bädern verbinden Naturstein und mineralischer Kalkspachtel eine klare, zeitlose Gestaltung mit einer angenehmen haptischen Qualität. Die Materialien altern würdevoll, nehmen Licht auf und schaffen eine Atmosphäre, die nicht laut sein muss, um nachhaltig zu wirken.
Ein wesentlicher Teil des Hauses entsteht durch die Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben. Maßgefertigte Schreinermöbel des regional ansässigen Schreinermeisters Johannes Speer geben den Räumen Charakter, Struktur und individuelle Funktionalität. Jede Einbautenlösung folgt dabei dem Anspruch, Architektur und Alltag präzise miteinander zu verbinden.
NACHHALTIG GEDACHT
Auch technisch ist das Haus auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvollen Energieeinsatz ausgelegt. Ein ökologisches Heiz- und Kühlsystem über Erdbohrung nutzt die natürliche Temperatur des Erdreichs und sorgt ganzjährig für ein angenehmes Raumklima - effizient, leise und zukunftsorientiert.
Nachhaltigkeit ist dabei nicht nur eine technische Frage, sondern Teil der architektonischen Haltung. Langlebige, natürliche Materialien wie Eiche, Naturstein, mineralischer Kalkspachtel und regionaler Kalkstein schaffen Räume mit Bestand. Die Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben, maßgefertigte Möbel und ein ökologisches Heiz- und Kühlsystem über Erdbohrung verbinden lokale Wertschöpfung, Energieeffizienz und hohe Wohnqualität. Diese Form von Sustainability zeigt sich nicht als sichtbares Label, sondern in einem Haus, das dauerhaft gedacht ist - robust, zeitlos und eng mit seinem Ort verbunden.
So entsteht ein Wochenendhaus, das weit mehr ist als ein Rückzugsort. Es ist ein Haus für gemeinsame Zeit, für Entspannung, für die unmittelbare Nähe zur Natur und für das Gefühl, am See anzukommen - unabhängig von Jahreszeit, Wetter und Alltag.
Ihr Refugium am See beginnt mit einer Idee.
Das ,,Wochenendhaus an einem See" zeigt, wie modernes Design, ein altbayerisches Dorf und naturnahe Erholung zusammenfinden. Lassen Sie sich inspirieren und gestalten Sie gemeinsam mit Architekt Stefan Schramm Ihr ganz persönliches Wochenendrefugium - individuell, stilvoll und nachhaltig.
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